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Neues Biomüll-Gesetz 2025: Was sich für Dich ändert
Neues Biomüll-Gesetz 2025: Was sich für Dich ändert
- 1. April 2025
- Autor: Janine Friebel
- Lesezeit: 10 Minuten
Ab dem 1. Mai 2025 tritt in Deutschland eine neue Verordnung in Kraft, die die Entsorgung von Biomüll strenger regelt. Ziel ist es, die Qualität des Biomülls zu verbessern und die Umweltbelastung durch Fremdstoffe zu reduzieren. Doch was bedeutet das konkret für Dich als Verbraucher:in? Und wie kannst Du Deine Biotonne korrekt befüllen, um Bußgelder zu vermeiden?
Hintergrund: Warum ein neues Biomüll-Gesetz?
In der Vergangenheit landeten häufig nicht kompostierbare Abfälle wie Plastik, Glas oder Metall in der Biotonne. Diese sogenannten Störstoffe erschweren die Verarbeitung zu Biogas oder Kompost erheblich oder machen sie sogar unmöglich. Laut einer Hochrechnung des Vereins „Wirfuerbio“ sind 4,6 Prozent des Inhalts jeder Biotonne solche Störstoffe, was die Produktion von Kompost um etwa 92.000 Tonnen reduziert.
Was bedeutet das neue Biomüll-Gesetz konkret für Dich?
Ab dem 1. Mai 2025 dürfen Bioabfälle nur noch maximal 1 Prozent Fremdstoffe enthalten. Entsorgungsunternehmen sind verpflichtet, Biotonnen mit einem höheren Anteil zurückzuweisen. Bei groben Verstößen können Bußgelder von bis zu 2.500 Euro verhängt werden. Es ist daher wichtiger denn je, den Biomüll korrekt zu trennen und darauf zu achten, was in die Biotonne darf und was nicht.
Ab dem 1. Mai 2025 dürfen Bioabfälle nur noch maximal 1 Prozent Fremdstoffe enthalten. Entsorgungsunternehmen sind verpflichtet, Biotonnen mit einem höheren Anteil zurückzuweisen.
Was gehört in die Biotonne – und was nicht?
Eine korrekte Mülltrennung ist entscheidend, um die Qualität des Biomülls sicherzustellen. Hier ein Überblick.
In die Biotonne gehören:
- Küchenabfälle: Obst- und Gemüseschalen, gekochte Speisereste, Fisch- und Fleischreste, Eierschalen, Kaffeesatz und Teebeutel.
- Gartenabfälle: Rasenschnitt, Laub, Strauchschnitt, Blumenreste.
- Sonstiges: Kleine Mengen an Zeitungspapier (zum Einwickeln feuchter Abfälle), Haare, Federn, Holzwolle.
Nicht in die Biotonne gehören:
- Plastik und Kunststoff
- Metall und Glas: Dosen, Flaschen, Alufolie.
- Sonstige Abfälle: Staubsaugerbeutel, Zigarettenkippen, Katzenstreu, Asche.
Bitte beachte, dass die genauen Regelungen je nach Kommune variieren können. Informiere Dich daher bei Deinem lokalen Entsorgungsbetrieb über spezifische Vorgaben.
Umgang mit kompostierbaren Müllbeuteln
Als Hersteller nachhaltiger Produkte haben wir gemeinsam mit einer industriellen Kompostierungsanlage in Brandenburg und einem unabhängigen Prüflabor unsere BIOvative Müllbeutel testen lassen.
Das Ergebnis: Unsere Beutel zersetzen sich vollständig innerhalb von 4 Wochen in einer industriellen Kompostieranlage. Damit widerlegen wir das Argument, dass kompostierbare Müllbeutel generell als Störstoff gelten müssen.
Und dennoch ist die Verwendung von kompostierbaren Müllbeuteln in der Biotonne nicht überall gestattet. Wir empfehlen daher, Dich bei Deinem lokalen Entsorgungsbetrieb zu erkundigen, ob die Verwendung unserer Beutel in der Biotonne erlaubt ist.
Ratgeber: So entsorgst Du Deinen Biomüll ab Mai richtig
- Lose Bioabfälle in die Biotonne geben oder in Zeitungspapier einwickeln.
- Keine Fremdstoffe wie Plastik, Glas oder Metall in die Biotonne werfen.
- Bei Unsicherheiten bezüglich bestimmter Abfälle oder der Verwendung von kompostierbaren Beuteln stets bei der zuständigen Stelle nachfragen.
Blick in die Zukunft: Welche Lösungen kommen noch?
Du möchtest unsere Beutel weiterhin verwenden? Sprich mit Deiner Gemeinde und Deinem Entsorger. Erzähl von unserem Test und den Ergebnissen. Wir sind bereits mit mehreren Entsorgungsunternehmen und Kompostierungsanlagen im Gespräch, damit unsere Beutel auch in Zukunft zugelassen werden.
Zusätzlich arbeiten wir bereits an weiteren nachhaltigen Lösungen, wie Müllbeuteln aus 100% recyceltem Plastik. Diese verzichten komplett auf Neuplastik und stoßen bei der Herstellung bis zu 80% weniger CO₂ aus als herkömmliche Plastikmüllbeutel.
Fazit: Was Verbraucher:innen jetzt wissen müssen
Das neue Biomüll-Gesetz fordert eine sorgfältige Mülltrennung und reduziert den erlaubten Fremdstoffanteil auf maximal 1%. Eine korrekte Befüllung der Biotonne ist entscheidend, um Bußgelder zu vermeiden und einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Informiere Dich über die lokalen Vorgaben und handle entsprechend.
Wirf außerdem einen Blick in unser Biomüll-Glossar. Dort findest Du die wichtigsten Infos, was in die Biotonne gehört und was eben nicht.
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Janine Friebel

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