Was darf in die Biotonne? 

Ein kurzer Überblick

Janine Friebel   |   16.12.2022   |   Lesezeit: 13 Minuten

Die Entsorgung von organischen Abfällen in der Biotonne leistet einen großen Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft. Durch die Verwertung in eigens dafür geschaffenen Anlagen wird der Biomüll entweder in Form von Kompost wiederverwertet oder zur Energiegewinnung genutzt. 

Doch das kann nur gelingen, wenn Du bei der Entsorgung über die Biotonne genau beachtest, welche Abfälle auch in die Tonne dürfen. Alles Grundlegende erfährst Du in unserem Artikel zur Biotonne. Hier erklären wir Dir, was in die Biotonne darf und was nicht.

Das darf alles in 

die Biotonne

Die Biotonne darfst Du nutzen, um getrennt gesammelte, organische Abfälle aus Haus und Garten zu entsorgen. Dabei spricht man auch von Bioabfällen. Gemeint ist damit Müll tierischer oder pflanzlicher Herkunft. Dazu gehören beispielsweise Abfälle aus dem Garten, aus der Park- und Landschaftspflege, aber auch Nahrungsmittelrest und andere Küchenabfälle aus biologisch abbaubarem Material. 


Aber welche Abfälle dürfen denn jetzt konkret in die Biotonne? Hier kommt eine nicht abschließende Auflistung:

Gartenabfälle (bspw. Rasenschnitt, Laub, Strauchschnitt)

Obst- und Gemüseschalen

Alte Lebensmittel + Speisereste (auch gekocht)

Fisch- und Fleischreste

Knochen

Nussschalen

Tee & Teebeutel

Kaffeesatz

Filtertüten

Eierschalen

Kleine Mengen Zeitungs- & Küchenpapier

Kleine Mengen Heu & Stroh

Federn

Haare

Holzwolle / Holzspäne

Aber Achtung: Konkret ist die Entsorgung abhängig von Deinem Wohnort. Wieso, erklären wir Dir weiter unten im Text.

Darf ich kompostierbare Biomülltüten über die Biotonne entsorgen?

Aufgrund einer zu langen Kompostierzeit einiger Anbieter wurden Bioplastikbeutel bzw. Biomüllbeutel bisher im Müll zu den sogenannten Fremdstoffen gezählt. Die langen Kompostierzeiten kamen beispielsweise durch zu dicke Beutel oder eine unzureichende Qualität der eingesetzten Rohstoffe zustande. Deshalb wurden die Bioplastikbeutel von vielen deutschen Gemeinden verboten beziehungsweise in vielen Berichten kritisiert.


Mit der neuen Novelle der BioAbfV (Bioabfallverordnung) wird zukünftig für Bioabfall und damit auch Bioabfallbeutel eine Kompostierzeit (Rottezeit) von 6 Wochen in einer industriellen Kompostieranlage gefordert. Das sind gute Nachrichten, denn unsere Biomülltüten erfüllen dieses Kriterium bereits heute!


Unsere Biobeutel entsprechen nicht nur der EN 13432 Zertifizierung, die unseren Beuteln die vollständige Kompostierbarkeit nachweist, sondern tragen zusätzlich die DINplus, OK compost HOME und OK compost INDUSTRIAL Zertifizierung. Diese Zertifikate unabhängiger Prüfeinrichtungen und konkret die DINplus Zertifizierung weisen nach, dass unsere Produkte bereits jetzt in weniger als 6 Wochen bei der Entsorgung über die Biotonne in einer industriellen Kompostieranlage nachweislich vollständig kompostiert werden.


Ein weiterer Pluspunkt der neuen Novelle der BioAbfV: Mit der künftig notwendigen DINplus Zertifizierung zählen Biobeutel nicht mehr zu Fremdstoffen und sollten damit über die Biotonne entsorgt werden dürfen.


Was darf nicht in die Biotonne?

In der Biotonne nichts zu suchen haben Materialien, die nicht biologisch abbaubar sind. Das heißt, dass das Material sich nicht allein unter dem Einfluss von Bakterien und Enzymen zersetzt. In unserem Beitrag “Biologisch abbaubar, kompostierbar, biobasiert, recyclebar - Bedeutung und Unterschied” erklären wir Dir, welche Voraussetzungen ein Stoff mitbringen muss, um biologisch abbaubar zu sein.


Was darf in die Biotonne: Nur Materialien, die biologisch abbaubar sind.

Für Deine konkrete Entsorgungsentscheidung im Alltag bedeutet das, dass Du folgende Dinge auf keinen Fall in die Biotonne werfen solltest:

Nicht kompostierbare Kunststoffe und Verpackungen

Folien und Tüten, die nicht biologisch abbaubar sind 

Metalle und Dosen

Windeln

Staubsaugerbeutel

Textilien und Leder

Katzen- und Kleintierstreu

Verstorbene Haustiere

Behandeltes Holz

Öl

Asche

Erde und Sand

Kies und Steine

Draht

Einweggeschirr und -besteck

Tierexkremente

Glas, Keramik und Porzellan

Gummiartikel

Hygieneartikel

Medikamente

Papier, Pappe + andere Papierprodukte (außer Papiertüten für Bioabfall und kleine Mengen unbedrucktes Papier zum Einwickeln von Speiseresten)

Putzlappen

Tapeten und Teppichböden

Verbandsmaterial

Aber auch hier gilt: Es gibt an dieser Stelle eben auch Ausnahmen von der Regel. Deshalb schau Dir unbedingt den Abschnitt zu den Unterschieden zwischen Bundesländern und Gemeinden sowie den Bereich “Häufige Fragen” an.

Ist der Kompost besser als die Biotonne?

Wer Biomüll hört, denkt schnell an den Kompost. Gerade bei Gartenfans drängt sich unweigerlich die Frage auf, ob der Kompost nicht die bessere Alternative zur Biotonne ist. 


Für eigene Zwecke ist der Kompost gut nutzbar. Wenn Du einen Garten oder ein Hochbeet hast, in dem Du den Kompost nutzen kannst, eignet sich ein eigener Komposthaufen gut für die Entsorgung von pflanzlichen Bioabfällen. Allerdings solltest Du tierischen Biomüll, wie Fisch- oder Fleischreste, lieber über die Biotonne entsorgen, denn tierische Abfälle können Ratten und andere ungebetene Gäste anlocken.


Im besten Fall kannst Du den Kompost und die Biotonne einfach parallel zueinander nutzen.

Gibt es Unterschiede zwischen den Bundesländern/Gemeinden, was in die Biotonne darf?

Tatsächlich ist es zwischen den unterschiedlichen Gemeinden und Kommunen unterschiedlich geregelt, was im Detail über die Biotonne entsorgt werden darf. Das hängt vor allem davon ab, ob die Kommune vor Ort eine Kompostieranlage oder eine Biovergärungsanlage betreibt. Diese unterschiedlichen Verwertungsanlagen bringen verschiedene technische Voraussetzungen mit, die darüber entscheiden, welche Art von Biomüll dort verwertet werden kann und was aussortiert werden muss.


Konkret regelt die Abfallentsorgungssatzung Deiner Heimatgemeinde, was Du über die Biotonne entsorgen darfst. Diese Abfallentsorgungssatzung kannst Du in der Regel online abrufen. Aber auch das Entsorgungszentrum oder das Rathaus vor Ort kann dazu Auskunft geben.

Häufige Fragen: 

Was darf in die Biotonne?

Manchmal ist man sich ja doch unsicher, welche Mülltonne die richtige ist. Deshalb findest Du hier für konkrete Beispiele die Antwort darauf, ob bestimmte Dinge über die Biotonne entsorgt werden dürfen oder nicht.

Darf Zeitungspapier in die Biotonne?

Ja, in geringen Mengen darfst Du Zeitungspapier in die Biotonne werfen. Beispielsweise als Auslage für den Boden oder zum Einwickeln von Essensresten, um die Feuchtigkeit aufzusaugen.

Darf Rasenschnitt / Gartenabfall in die Biotonne?

Ja, Rasenschnitt darf in die Biotonne. Um Geruchsbildung zu vermeiden, lass den Rasen vorher antrocknen.

Darf Laub in die Biotonne?

Auch Laub darf in die Biotonne, sollte allerdings von Störstoffen befreit sein und etwas angetrocknet entsorgt werden.

Welche Essensreste/gekochtes Essen dürfen in die Biotonne?

Essensreste sind in der Regel unproblematisch. Allerdings solltest Du beispielsweise bei Käse darauf achten, ob die Rinde nicht mit Plastik beschichtet ist. Entsorge Lebensmittel immer ohne Verpackung. Für Milch, Sahne und Brühe gilt: Entsorge sie lieber beispielsweise in einem PET-Behälter über den Restmüll.

Darf Küchenpapier mit in die Biotonne?

Küchenpapier darf in der Biotonne entsorgt werden. Ist das Papier allerdings stark mit Fett getränkt, ist die Restmülltonne die bessere Wahl.

Darf Katzenstreu/Kleintierstreu in die Biotonne?

Katzenstreu und Kleintierstreu gehören nicht in die Biotonne. Das liegt daran, dass das Einstreu durch Tierkot verunreinigt ist. Dieser enthält Bakterien, die sich negativ auf den Kompost auswirken.

Darf Erde in die Biotonne?

Ob Erde in die Biotonne darf, kommt auf die Zusammensetzung an. Kleine Mengen Erde ohne Kunststoffe sind unproblematisch. Große Mengen Erde erschweren allerdings die Kompostierung. Enthält die Erde viele Steine, Ziegel oder Ähnliches, muss sie auf einer eigenen Deponie entsorgt werden.

Dürfen Knochen in die Biotonne?

Ob Knochen über die Biotonne entsorgt werden dürfen, kommt auf die kommunale Regelung in der Abfallentsorgungssatzung an.

Darf Fleisch in die Biotonne?

In der Regel sind Fleischreste in der Biotonne kein Problem, außer Deine Gemeinde schließt das in der Abfallentsorgungssatzung konkret aus. Wickel die Fleischreste aber lieber in etwas Papier ein. Fliegen nutzen tierische Abfälle bevorzugt, um dort ihre Eier zu legen.

Darf Hundekot in die Biotonne?

Wegen der möglichen Verunreinigung mit Bakterien und Würmern darf Kot nicht in die Biotonne geworfen werden.

Darf Speiseöl in die Biotonne?

Kläre am besten über Deine Abfallentsorgungssatzung, ob kleine Mengen Speiseöl in Deiner Gemeinde über die Biotonne entsorgt werden dürfen. Große Mengen Speiseöl sammle lieber in einer PET-Flasche und entsorge sie über die Restmülltonne. In einigen Kommunen gibt es eigene Ölsammelstellen.

Warum keine Asche in die Biotonne?

Asche enthält für die Bioabfallverwertung ungeeignete Stoffe, beispielsweise Blei, Zink und Cadmium in hohen Konzentrationen. Das wirkt sich negativ auf die Kompostqualität aus, weil die Schwermetalle in dieser Menge dem Pflanzenwachstum schaden. Deshalb darf Asche nicht in die Biotonne.

Tipps für den Umgang mit der Biotonne

Geruchsbildung, Maden in der Biotonne, gefrorener Biomüll - manchmal macht die Biotonne weniger Freude als sie sollte. Deshalb haben wir Dir kurze Tipps zum Umgang mit der Biotonne zusammengestellt.

Was tun gegen Maden in der Biotonne? 

Maden und auch die Geruchsbildung sind gängige Probleme, wenn man Mülltonnen im Garten stehen hat. Deshalb bieten wir unsere 120 Liter und 240 Liter Auskleidesäcke für Biotonnen und Restmülltonnen. Die Säcke sind kompostierbar und sorgen für eine saubere Biotonne ohne Maden und Geruchsbildung. 

Es gilt: Je weniger Feuchtigkeit, desto sauberer ist die Tonne. Verwende also Küchenpapier oder Zeitungspapier, um stark wässernde Lebensmittel einzuwickeln. Lege den Boden von Tonne und Sammelbehälter mit Papier aus, um Feuchtigkeit aufzusaugen oder verwende kompostierbare Auskleidesäcke.

Um Geruchsbelästigung durch Biomüll in der Küche vorzubeugen, bring die Bioabfälle direkt in die Biotonne, statt sie lange zu sammeln.

Stelle die Biotonne in den Schatten, um so eine Erwärmung des Inhalts durch Sonnenein­strahlung zu vermeiden, die Geruchsbildung verursachen kann.

Suche einen geschützten Platz für die Tonne, wo sie auch vor Frost geschützt ist.

Vermeide Pressen und Stopfen des Inhalts. Je verdichteter der Abfall in der Tonne ist, desto schneller setzen Fäulnisprozesse ein, die die Geruchsbildung unterstützen.

Wickel tierische Lebensmittel in Zeitungspapier ein, um zu verhindern, dass Fliegen ihre Eier auf ihnen ablegen. So beugst Du Maden und anderes Ungeziefer vor.

Reinige Deine Tonne regelmäßig. Du kannst gemahlenes Kaffeepulver oder Essig verwenden, um schlechte Gerüche zu entfernen.

Saubere Tonnen mit Biobeuteln für die Biotonne

Die richtige Trennung von Abfällen trägt einen großen Teil zur nachhaltigen Abfallentsorgung bei. Mit der Biotonne kannst Du organische Abfälle möglichst nachhaltig entsorgen. Willst Du Deine Tonne dabei möglichst sauber und geruchsfrei halten, bist Du mit den Biomüllbeuteln in den Größen 120 Liter oder 240 Liter auf der sicheren Seite. Die Biobeutel von BIOvative sind innerhalb von sechs Wochen zu 100 Prozent kompostierbar und biologisch abbaubar. Deshalb tragen unsere Produkte die Zertifikate “Keimling”, DINPlus sowie OK compost INDUSTRIAL und OK compost HOME.

Janine Friebel

Janine ist Gründerin von BIOvative. 

Mit ihren Beiträgen möchte sie ihre Leser dabei unterstützen echte Nachhaltigkeit leichter zu verstehen und einfach danach zu handeln.

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